Wie im richtigen Leben

Mal zum Lachen, mal zum Weinen; mal grau, mal bunt…Wie im richtigen Leben eben

Mobbing und Schule – Jahrelanges Leid verhindern

Immer häufiger werden Kinder und Jugendliche in der Schule gemobbt. Von Beleidigungen, Einschüchterungen bis hin zu körperlichen Angriffen, kennt das Kaleidoskop der Ereignisse kaum Grenzen. Für die Kinder ist das ein innerer „Mehrfronten-Krieg“. In der Schule sind die Peiniger, was dafür sorgt, dass viele Schüler regelrecht Angst vor der Schule entwickeln. Oft leiden irgendwann die Noten, was Druck im Elternhaus zur Folge hat. Und die Lehrer? Die nehmen leider allzu oft die Situation nicht ernst.

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Wie wird ein Kind zum Mobbing-Opfer?

Mehrere Wege führen dahin. Wenn ein Kind sich irgendwie von der Masse unterscheidet, ein eher bescheidenes Selbstbewusstsein hat und die Eltern sich kaum für die Schule interessieren, sind dies meist die Voraussetzungen. Mobbing beginnt oft sehr unscheinbar. Zunächst wird das Kind aufgezogen, geärgert, vielleicht ein bisschen öfter herumgestoßen als andere. Wehrt sich das Kind dann nicht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder verlieren die Täter das Interesse, oder es wird schlimmer. Hat das Kind Glück, so wird es als langweilig eingestuft und die Täter lassen ab. Öfter wird die Entwicklung jedoch so ablaufen: Die Täter bemerken, dass das Kind schweigt, und es wird zum dankbaren Ofter erklärt. Die Übergriffe werden schlimmer. Nun werden schon mal Schulsachen oder die Kleidung verschmutzt oder beschädigt, das Kind wird bestohlen oder öffentlich bloß gestellt.

Gibt es Anzeichen?

Ja, die gibt es. Jedoch werden sie leicht übersehen. Erzählt Ihr Kind immer weniger aus der Schule? Hat es morgens öfter diffuse Beschwerden, so dass es nicht in die Schule gehen will? Ist es unausgeglichen und oft gereizt? Dann sollten Sie hellhörig werden. Wenn erst die Noten schlechter werden, ist die Situation sehr schlimm.

Wenn Sie solche Anzeichen bemerken, dann wird es schwierig. Sollten Sie sich vorher nicht besonders für die Schule und Mitschüler interessiert haben, wird sich das Kind „ausgehorcht“ fühlen, wenn Sie plötzlich nach diesen Dingen fragen. Es wird verunsichert sein, sich vielleicht sogar angegriffen fühlen, und erst Recht zu machen. Wenn Ihr Kind dann sehr ablehnend reagiert bedenken Sie bitte, dass den Mobbing-Opfern oft mit Gewalt gedroht wird, sollten sie sich jemandem anvertrauen. Es hilft also nicht, Druck auf das Kind auszuüben. Sichern Sie ihm vielmehr Ihr absolutes Stillschweigen zu. Vielleicht können Sie ihm auch etwas anvertrauen? Gab es da früher in der Schule nicht den Gerd, der Sie immer an den Haaren gezogen und mit Erde beworfen hat?? Selbst wenn es ihn nicht gab, stellen Sie so eine Verbindung, eine Gemeinsamkeit her.

Was können die Eltern tun?

Stärken Sie Ihr Kind. Schaffen Sie ihm Sicherheit im häuslichen Umfeld. Trösten Sie es und stärken Sie es und vor allem: hören Sie zu! Wenn Sie wirklich Glück haben, wird Junior Ihnen absolut jede Kleinigkeit erzählen. Das ist wichtig, denn so können Sie sich ein Bild machen. Falls Sie die Polizei einschalten müssen, und es gibt leider Fälle in denen das nötig wird, ist ein möglichst genaues Bild der Situation enorm wichtig. Dies hilft Ihnen auch, wenn Sie zur Klassenlehrkraft Kontakt aufnehmen und zur Schulleitung. Das sollten Sie unbedingt tun! Viele Schulen würden sich wirklich gerne gegen Mobbing engagieren, wenn ihnen nur konkrete Fälle bekannt würden.

Reden Sie auch mit dem Haus- oder Kinderarzt. Wenn nötig kann er Ihnen geeignete Therapeuten empfehlen, die das Kind wirksam stärken können.

Mit Tätern oder deren Eltern Kontakt aufzunehmen, nützt in aller Regel überhaupt nichts. Im Gegenteil. Die Situation wird für Ihr Kind noch schlimmer oder die Familie der Täter sieht sich berufen, den „lieben Kleinen, die liebe Kleine“ jetzt vor Ihnen zu beschützen und es geht erst richtig rund. Suchen Sie Kontakt mit Eltern, deren Kinder ebenfalls Mobbing erleiden.

Übrigens….

Ich bin die Zeltfrau, und ich bin eine Betroffene….Dazu im weiteren Verlauf mehr, wenn die Kids es erlauben.

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Wenn man so gar nicht damit rechnet….

….kommt die Idee für den eigenen Blog. So erging zumindest mir unlängst, als der Fernseher lief und eine Dokumentation über die Nomaden der Mongolei gezeigt wurde. Dort ist die Ehefrau und Mutter die „Zeltfrau“. Sie kümmert sich um absolut alles, denn der Mann ist oft Tage lang unterwegs zur Jagd oder, um sich um die Herden zu kümmern. Unter diesen Umständen sicherlich berechtigt. Komisch ging es mir allerdings, als mein Mann grinsend erwähnte, er hätte auch ne Zeltfrau, nämlich mich.

Es ging mir tatsächlich komisch, denn ich wusste nicht, ob ich darauf stolz sein, oder mich beleidigt fühlen sollte. Ich beschloss stolz zu sein, weil es sich besser anfühlt und Zeltfrau ja nun auch besser klingt als „Putze“ oder „Hausmädchen“, gell?

Was mein Leben als Zeltfrau so mit sich bringt, was man so erlebt, Tips (auch solche die beschreiben, was man ruhig sein lassen kann *grins*), wird hier so nach und nach entstehen.

Der Name ist Programm

Als ich mich zu einem eigenen Blog entschied, hatte ich ein Problem: Ich konnte mich auf kein Thema wirklich festlegen! Alles war plötzlich wichtig und hatte mit einander zu tun. „Tja“, seufzte ich „wie im richtigen Leben eben!“…und schon hatte das Kind, pardon, der Blog seinen Namen. Er ist mit Bedacht chaotisch und ich werde mein möglichstes tun, ihn noch chaotischer zu gestalten, denn das Leben ist ein Meister darin, sich aller Ordnung, in die man es bringen will, zu entziehen.

Manchmal hilft es, einen anderen Standpunkt einzunehmen. Aus diesem Grunde könnte es sein, dass Ihr manches Thema nochmal aufgegriffen findet in der Ecke „Für die Katz'“. Es schleicht tatsächlich eine rabenschwarze Katze mit uns durchs Leben. Unglück bringt sie  nur gelegentlich unserer Hündin, wenn die allzu frech das Kätzchen schubst und Kätzchen findet, dass der große, pelzige Hund eine Lektion braucht. Tja und manchmal sitzt sie auf der Fensterbank, überblickt den Raum mit wissenden, bernsteifarbenen Augen, und scheint über uns Menschen zu schmunzeln. Was sie dann wohl denkt, versuche ich in ihre Rubrik zu schreiben.

Also dann…schauen wir mal, was aus diesem Blog wird. Ganz ehrlich, ich bin selber schon sehr gespannt. Ab und zu mal schauen könnte Überraschungen bringen, Ihr wisst schon, wenn die Zeltfrau mal wieder Zeit zum Schreiben hatte, oder die Katze in der Ecke grinst…

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