Wie im richtigen Leben

Mal zum Lachen, mal zum Weinen; mal grau, mal bunt…Wie im richtigen Leben eben

Brexit part two: „Antibiotische“ Wirkung?

Manchmal muss die "bittere Pille" geschluckt werden, um gesund zu werden. Bild: Tim Reckmann/pixelio.de

Manchmal muss die „bittere Pille“ geschluckt werden, um gesund zu werden. Bild: Tim Reckmann/pixelio.de

Historische Tage erlauben ungewöhnliche Maßnahmen. Sicher sind Sie es von mir nicht gewohnt, mehrere Artikel an einem Tag zu finden. Nun, ich bin heftig gedanklich mit dem Brexit beschäftigt und würde gerne diese Überlegungen mit Ihnen teilen.

Die Medien beobachtend, wird im Moment heftig Angst geschürt, dass auch andere Nationen aus der EU austreten könnten. Genannt werden immer wieder die Niederlande, Polen und Rumänien. So weit, so gut aber…würden diese Mitglieder wirklich fehlen? Betrachtet man die Zahlen, die wirtschaftliche Bedeutung für die EU, eher nicht. Denn, und das muss man sehen, es fiele mit ihnen nicht nur Wirtschaftskraft weg, sondern auch Kosten. Je länger ich darüber nachdenke, dass der Brexit zum Trend werden könnte, umso besser gefällt mir diese Idee.

Ich bin davon überzeugt, dass der „harte Kern“ der EU das überstehen wird. Wie ich im vorangegangenen Artikel schon schrieb, könnte dieser harte Kern, dieses „echte“ Europa endlich nicht mehr nur EU spielen, sondern sein. So betrachtet würde also ein solcher Trend wirken, wie ein Antibiotikum oder eine Immunreaktion. Zweifellos wissen Sie, dass Sie etwa bei einer Erkältung nicht aufgrund der Infektion selber krank sind, sondern das die Abwehrreaktion Ihres Immunsystems die Symptome auslöst. Mit der „Entität EU“ könnte es ähnlich sein: Es gäbe fraglos Chaos und massivste Herausforderungen. Mit ihnen jedoch auch große Chancen.

Potentiale entfalten, Bremsen lösen

Grundsätzlich ist die Europäische Union eine gewaltige Chance. Ich denke in der Tat, so wie die Karten auf der Weltbühne im Moment liegen, ist sie DIE Chance. Ein geschlossenes, kontinentales Bündnis, welches nicht nur einen einheitlichen wirtschaftlichen, sondern darüber hinaus auch einen geschlossenen politischen Raum darstellt. Im Moment müssen uns ja offensichtlich noch die USA sagen, wie Außenpolitik geht. All die, die sich so gerne anweisen lassen, wollen jetzt weg. Interessant, nicht wahr?

Schauen wir auf die Ukrainekrise. Wer hat denn die Amerikaner auf die Bühne gerufen? Genau! Und wer sagte murrend, europäische Angelegenheiten sollten in europäischen Händen bleiben? Genau! Die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland waren keineswegs eine europäische Idee. Sie kam lediglich mangels europäischen Widerstandes zustande. Leider haben all die, die brav „Ja und Amen“ sagen noch nicht begriffen, dass es die Europäer sind, die unter diesen Sanktionen mit leiden. Den USA ist das völlig egal. Die merken rein gar nichts davon. Wie lange sollten wir noch den Kopf hinhalten? Und wie lange sollen wir diejenigen dulden, die zu feige sind, eigene Entscheidungen zu treffen?

Gemeinschaft funktioniert nur gemeinsam

Spannend ist, dass alle die, die jetzt raus wollen in erster Linie von der EU eigentlich profitieren. Und zwar auf vielen Ebenen. Manche offensichtlich andere erst auf den zweiten Blick erkennbar. Spannend ist ebenfalls, das auffallend viele Exit-Schreier sich immer wieder beklagt haben, sie bekämen nicht genug vom „EU-Kuchen“. Nun, was tragen sie eigentlich bei? Und auch hier meine ich nicht nur wirtschaftlich sondern in allen Bereichen. Keine Sorge, auch ich muss über diese Frage nachdenken. Mal ehrlich: Was würde Europa mit diesen Ländern tatsächlich, real und nüchtern betrachtet, verlieren?

Diejenigen, die Europa begriffen haben, die zusammenhalten, sind allesamt nicht am Austritt aus der EU interessiert. Darum glaube ich auch, dass Europa als Ganzes überleben wird. Das lässt mich auch hoffen, dass die Europäische GEMEINSCHAFT sich nun endlich herausbilden wird. Am Ende sind die Austrittswütigen einfach nur die Makulatur, die man sowieso nicht braucht. Man soll ja bekanntlich „Reisende nicht aufhalten“. Sollen alle die, die gehen wollen, Nägel mit Köpfen machen. Damit wir, die wir Europa sind, sein wollen und sein werden, endlich unsere Vision leben und unsere Zukunft aufbauen können. Und ganz ohne Miesmacher, Bremser oder Nutznießer vom Streben und Ringen der Europäer.

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Brexit – ein grandioser Sieg für Polemik und Fremdenfeindlichkeit

Nous sommes Europe! We are Europe! Wir sind Europa! Wir Europäer werden überleben, nachdem sich die EU gesund geschrumpft hat! Bild: Viktor Mildenberger /pixelio.de

Da steht man morgens nichts Böses ahnend auf und findet, dass das eigene Vertrauen in eine gewisse Rest-Intelligenz der britischen Bevölkerung herb enttäuscht wurde. Das Referendum war knapp aber klar: Großbritannien tritt aus der EU aus. Die Argumentation der Brexit-Befürworter: dünn und polemisch. „Endlich keine Zuwanderung mehr“, „Britannien den Briten“, „Wir müssen immer für alle zahlen“. Letzteres ist, mit Verlaub, totaler Schwachsinn. Die beiden ersten kennen wir Deutschen nur zu gut. Übrigens auch, wo solches Gedankengut hin führt.

Die Argumentation der Brexit-Gegner hingegen, stichhaltig und vernünftig. Handel mit dem EU Binnenmarkt, stabiles Bruttoinlandsprodukt, starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig zuarbeitet, veränderte soziale und politische Lage auf der Welt, die eine Abschottung eines Volkes zumindest dumm, meist aber fatal für dieses Volk macht. Und das Volk? Nun, offenbar manipulierbar, schlecht informiert und rassistisch. Oh keine Sorge, das ist keine Beleidigung der Briten sondern nur die zwingende Folgerung aus deren Wahl.

Es gibt keine „Schachspieler“ in Britannien

Wer unter Ihnen Schach spielt weiß, dass es recht naiv ist nur über den nächsten Zug nachzudenken. Man sollte sich auch überlegen, was aus diesem Zug folgt und was man damit dann macht. Ich kann nichts der Gleichen selbst auf hohen politischen Ebenen, bei den sogenannten Denkern und Großen der Briten erkennen. Gerne erläutere ich Ihnen, warum das so ist.

Großbritannien, dass sind England, Wales, Nordirland und Schottland. Die beiden letzten „Staaten in der Nation“ haben mit gewaltiger Mehrheit gegen den Brexit gestimmt. Es wurden bereits erste Stimmen laut, das Großbritannien jedes Recht verwirkt habe, diese Teile der Nation, also Schottland und Nordirland, weiter zu regieren. Schottland hat bereits angekündigt, das schnellstens ein neues Referendum zur Lösung von UK erfolgen wird, man will in der EU verbleiben. Ebenso wird Nordirland reagieren. Dieses Mal werden sich die „Nays“ der Schotten gegen eine Unabhängigkeit deutlich geringer halten, als beim ersten Versuch, davon darf ausgegangen werden. Das Resultat wäre, dass England auf der eigenen Insel abgespalten würde!

Was die Wirtschaft angeht, so mögen die Brexit-Fans die englischen Exporte in die EU fehl eingeschätzt haben. Es fällt dann nicht nur der Binnenmarkt für Erzeugnisse weg, sondern auch für Rohstoffe und Halbfertig-Produkte. Ich habe leider keine Zahlen, doch das dürfte den weitaus größeren Anteil ausmachen. Natürlich gilt auch der umgekehrt Weg: Alle Importe aus der EU nach UK werden auf alle Fälle schwieriger und, so hoffe ich, auch erheblich viel teurer. Es gibt einen „Kuschel-Brexit“ als Möglichkeit, doch hoffe ich sehr, das die EU-Regierung dem Wunsch Britanniens entspricht. In vollem Umfang und in voller Härte, wenn ich bitten darf.

Und jetzt?

Ich denke, der Brexit kann für die EU auch eine große Chance sein. Was die Außenpolitik angeht, so waren unter anderem die Briten eine wichtige treibende Kraft, blindwütig wie die Lemminge den USA zu folgen. Diese Stimmen fallen weg und geben der EU die Möglichkeit, endlich eine eigene politische Entität zu werden und nicht länger der „Ausführende“ der US-Politik zu sein. Für Großbritannien selbst glaube ich, dass die Folgen innenpolitisch, wirtschaftlich und auch weltpolitisch noch gar nicht abzusehen sind.

Im Moment gehen Britisches Pfund und die Börsen in den Keller. Vor allem der Finanzmarkt, ein wichtiges Standbein der britischen Wirtschaftskraft, wird erhebliche Einbußen hinnehmen müssen. Und die Briten selbst? Nun, es geht schon damit los, dass all die Jobs, für die sich der Brite an sich zu fein war und gerne den Zuwanderern aus Osteuropa überlassen hat, jetzt wohl selbst übernehmen muss. Der Müll läuft nicht alleine zur Deponie, nicht wahr?

Auch die Kosten für britische Haushalte werden massiv steigen. Hatten Sie bisher noch die Möglichkeit, Unternehmen aus dem (billigeren) EU Ausland zu beauftragen, von der Spedition bis zum Spengler übrigens, fällt diese Möglichkeit nach dem Brexit weg. Zölle fallen an und natürlich auch andere Transportkosten, die im Binnenmarkt keine Rolle spielten. Produkte werden teurer (Import) Gewinne werden geringer (Export).

Reinigendes Gewitter

Wie man hört, wollen noch andere, die Niederlande zum Beispiel den Austritt aus der EU. Wissen Sie, was ich persönlich denke? Man soll sie gehen lassen! Alle, die nie wirklich bereit waren Europäer zu werden sondern nur die „EU-Kuh“ ordentlich melken wollten, soll man gehen lassen. Jeden neuen „-xit“ Staat sollte man mit einem gewaltigen Tritt ins verlängerte Rückgrat aus der EU hinaus befördern. Wir brauchen sie nicht! Alle die, die begriffen haben, dass nur eine starke Gemeinschaft zwischen Riesen-Staaten und Staatenbündnissen bestehen kann, werden dann endlich die Möglichkeit haben, nicht länger nur EU zu spielen, sondern EU zu sein. Die EU wird das überstehen, davon bin ich überzeugt. Masse ist sicher nicht Klasse. Alleine deswegen schon werden die „echten Europäer“ alle „-xits“ als reinigendes Gewitter empfinden. Als Befreiung von all den Steinen auf dem Weg und all den Knüppeln, die immer wieder geschmissen werden.

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Midlife Crisis oder: Die verfluchte Brille

Mit einer Brille sieht man klar. Ob man will, oder nicht. Bild: i-vista/pixelio.de

Mit einer Brille sieht man klar. Ob man will, oder nicht. Bild: i-vista/pixelio.de

Da der erste Text zum Thema sehr oft gelesen wird, will ich es gerne noch einmal aufgreifen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was eigentlich der „Motor“ der Midlife Crisis ist? Wie sie ausgelöst wird, das wissen wir. Doch was hält sie am laufen, gibt sogar noch Zündstoff? Ich denke, hier ist die Psyche vieler Männer und auch das Rollenbild Mann ein wichtiger Faktor.

Betrachten wir zunächst einmal das Alter. Sie tritt zwischen 45 und 50 Jahren auf. Alles wird plötzlich langsamer, was zunächst trieb, ablenkte und auf später verschoben werden konnte (Mann ist ja schließlich noch jung), versagt. Man könnte meinen, die Seele des Mannes bekommt plötzlich eine Brille. Unsere Seelen, liebe Schwestern, setzen in dem Alter übrigens auch eine Brille auf. Und dann? Guckt Seele also da durch und fragt: Was habe ich eigentlich erreicht? Was habe ich mit meinem Leben angefangen? Und, am wichtigsten, was davon ist von Wert und Bestand? Wir Frauen haben hier einen kleinen (inzwischen oft erwachsenen;)) Vorteil: die Kinder. Sofern wir welche haben, sind sie aus dem Gröbsten raus oder gar schon erwachsen. Ja, das haben wir erreicht! Wir haben dieses Kind, oder diese Kinder geboren, sie umsorgt erzogen, mit einem Wort: groß gezogen. Sie werden ihr eigenes Leben beginnen und all das, was sie von uns gelernt haben in der einen oder anderen Weise weiter tragen.

Und er? Blickt auf Job, Karriere und Hobby. Möglicherweise ist das, was er da zu sehen bekommt, nicht sehr befriedigend. Das was dort eigentlich zu sehen sein sollte, das tolle Einkommen, das coole Auto, ist einfach nicht da. Um jetzt zu tun, was man in den letzten 20 Jahren versäumt hat, ist es zu spät. Es fühlt sich an, als sei das Leben vergeudet. Das tut weh. Und was tut ein Mann, dessen Seele schmerzt? Er brüllt! Tatsächlich ist es so, dass viele traurige oder gar depressive Männer keineswegs weinen. Sie bekämpfen Schmerz mit Zorn und Aggression. Oder mit Ablenkung (etwa in Form der 20jährigen, die er aus der Disko abzuschleppen versucht, oder dem 300 PS Motorad, das plötzlich in der Garage steht).

Im Außen ein Kämpfer, im Innen ein verirrtes Kind

Selbst der mutigste und stärkste Mann wird hilflos, wenn er sich mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen muss. Ja sogar die berühmten „Frauenversteher“ fürchten ihre eigenen inneren Wellen und Gezeiten wie der Teufel das Weihwasser. Vermutlich ist diese extreme und von der Gesellschaft anerzogene Verdrängung auch der Grund, warum ungleich viel mehr Männer Selbstmord begehen oder irgendwann einmal eine klinische Depression (natürlich von allen verborgen) durchleben, als Frauen. Wenn man(n) etwas fürchtet, bekämpft er es. Doch wie kann man den „Feind“ innen bekämpfen? Man schreit ihn nieder. Ganz einfach. Mit einem permanenten Stimulations-Overkill um das Innen buchstäblich zu übertönen, oder indem man den Kampf nach außen verlagert. Dann rechtet man mit Familie und Freunden herum und beweist sich so, dass man(n) es immer noch jedem ordentlich zeigen kann!

Hier greift in fataler Weise das Rollenbild „Mann“. Wie ist er denn so in unserer Gesellschaft, der Mann? Er sieht gut aus, ist erfolgreich, selbstbewusst, jederzeit Herr der Lage, der „Leader of the pack“ in jeder Situation. Aha. Und wers glaubt, darf kostenlos zum Saturn fliegen und auf den Ringen Karussel fahren. Mal ehrlich, nüchterner Analyse kann dieses Rollenbild doch gar nicht Stand halten. Trotzdem wird es uns als derart erstrebenswert verkauft, dass es zumindest nach außen hin auf Biegen oder Brechen stimmen muss. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Man könnte also sagen, die Midlife Crisis wird massiv „befeuert“ durch die Tatsache, dass in den Katakomben der Seele des Mannes einfach kein Platz mehr ist, um noch mehr zu verdrängen. Tatsächlich sind sie so voll gestopft, dass jener Tag kommt, da er die Tür öffnet um noch ein Trümmerteil hinein zu werfen…und alles kommt ihm entgegen geflogen.

Und dann, liebe Schwestern, bricht mit einem Schlag alles über unsere Männer herein. Alles, jede kleine Träne, die er sich je verkniffen hat, fliegt ihm auf den Kopf, oder eher das Herz. Dass er darunter zusammenbricht, nicht mehr er selbst ist, ist durchaus verständlich, nicht wahr? Auch die Erkenntnis, dass der tolle Hecht, der er doch die ganze Zeit war, eben nicht er selbst war, dass das ganze Kellersammelsurium ja nun auch zu ihm gehört, macht es nicht besser. Sein Selbstbild zerbricht und nun muss er ein neues bauen. Er hat nun zwei Möglichkeiten: Ab ans Zeichenbrett und irgendwas Cooles designen, oder aber die Trümmer katalogisieren und mal schauen, was man daraus machen kann. Am Ende finden sich da Dinge, die wichtig und gut sind, zumindest nachdem man sie ordentlich abgestaubt und die Schrauben wieder angezogen hat? Was er tut, ist seine Wahl ganz allein.

Sibirien im Winter zu Fuß zu durchqueren…

….ist vermutlich leichter, als sich mit dem eigenen Innersten gnadenlos auseinanderzusetzen. Beides braucht Fitness, Übung und Kenntnisse. Frauen sollen, müssen sogar, diese Kenntnisse haben. Auch die Fitness und die Übung. Schließlich sieht unser Rollenbild unter anderem vor, dass wir fleischgewordenes Verständnis, inkarnierte Vergebung zu sein haben. So unfair uns das auch oft genug vorkommt, wenn die Zeit der Bilanz kommt, haben wir hier einen entscheidenden Vorteil. Wir sind es gewohnt, emotional zu sein. Sind es gewohnt, Dinge zu verarbeiten und auch aus den Trümmern einer Situation immer noch irgendwas Sinnvolles zu machen. Der Mann hingegen sieht sich ganz anderen Anforderungen gegenüber, die ihm für seine „Trekkingtour durch die Seele“ sogar hinderlich sind. Würde ein Mann sich zum Beispiel absichtlich und hingebungsvoll verirren? Hilflos sein? Es mit den Beattles halten und „let it be“ sagen? Niemals! Weil Männer sind doch Männer! Die kennen immer den Weg, wissen immer Rat, packen immer an.

Um aber an „des Pudels Kern“ zu kommen, muss man all diese Dinge tun. Man muss ein Gefühl zulassen, ohne sich zu wehren. Und wenn man sich ausgeweint, ausgeschrien oder auch ausgeschwiegen hat, dann lässt man die Gedanken treiben. Ohne dem ganzen eine Richtung zu geben. Einfach mutig mit in den Dschungel aus Verknüpfungen, Hoffnung, Wünschen, Träumen und Ängsten gehen. Nur so kann die Frage beantwortet werden, woher eigentlich ein Gefühl, eine Befindlichkeit oder auch eine Reaktion kommt. Wohlverstanden, dass ist nichts weiter als eine Methode, die für mich persönlich sehr gut funktioniert und kein therapeutischer Rat. Letzteren darf man(n) übrigens ruhig suchen, wenn es alleine zu schwer ist. Oder auch unsere Hilfe. Wir können Eure Fragen nicht beantworten, liebe Männer. Aber wir können Euch, ganz heimlich und verschwiegen natürlich, festhalten. Oder Euch zuhören, mit Euch zusammen und ohne zu werten oder gar zu urteilen. Oder wir können Euch in Ruhe lassen. Nicht indem wir Euch ignorieren, sondern indem wir Euch wissen lassen, dass Ihr bei uns einen sicheren Raum habt, in dem Ihr schweigen könnt, oder still betrachten, oder auch nach innen weinen. Und wisst Ihr was? Solltet Ihr dann Euren müden Kopf an unsere Schulter legen, ist das schlimmste was passieren kann, dass wir Euch umarmen.

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