Wie im richtigen Leben

Mal zum Lachen, mal zum Weinen; mal grau, mal bunt…Wie im richtigen Leben eben

Midlife-Crisis oder: der Phönix-Effekt

Midlife-Crisis: die Phönix-Zeit

Der sagenhafte Vogel Phönix macht es uns vor. Bild: Elisabeth Leunert/pixelio.de

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, setzen wir die Serie über die Midlife-Crisis fort. Wir hatten schon, was aus den Betroffenen wird. Auch die auslösenden Mechanismen haben wir versucht zu verstehen, Zeit also zu schauen, was man(n) jetzt mit dem ganzen Wahnsinn machen kann, finden Sie nicht? Ehe wird fortfahren, hier ein kleiner Einschub. Eine Midlife-Crisis ist auch nur eine Krise. Das klingt sehr platt doch darf ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass das was wir hier zusammentragen mehr oder minder auf alle Lebenskrisen anwendbar ist.

Wie ich dazu komme, das zu behaupten? Nun, ich habe auch schon einige Bauchlandungen hingelegt und mir sogar ein oder zweimal die Flügel dabei gebrochen. Irgendwann wurde mit bewusst, dass das was uns begegnet im Leben, zunächst einmal nichts weiter als Ereignisse sind. WIR sind es, die daraus eine Krise oder einen Triumph machen. Die Frage, wie wir die Situation und uns selbst sehen und auch die Frage, was wir damit machen sind entscheidend, ob eine schwere Erkrankung, ein folgenschwerer Unfall, eine traumatische Trennung oder auch der 50. Geburtstag jetzt wirklich eine Krise sind, oder vielleicht sogar eine Chance. Zugegeben, die sehr rabiate Version des Phänomens, aber dennoch voller Möglichkeiten. Diese Überlegung ist der Grund, warum ich noch hier bin. Und Sie, lieber Leser, liebe Leserin können das auch.

Machen Sie den Phönix, mit aller Konsequenz

Sicher kennen Sie den mythischen Vogel, der einmal am Tag Feuer fängt und vollständig verbrennt. Doch wenn der Mond die Asche berührt, fängt sie an zu glitzern. Und der Phönix ersteht aus seiner eigenen Asche. Und jedes Mal wird er schöner und kraftvoller. Interessant ist in diesem Bild, dass es in vielen Kulturen das Mondlicht ist, welches den Phönix aufweckt und ins Leben zurück holt. Wenn wir C.G. Jung bemühen, so ist es die schiere Macht des gelebten Gefühls, der aus der Asche wieder ein lebendiges, starkes Geschöpf macht. Ebenso übrigens, wie es die zerstörerische Macht des verdrängten Gefühls ist, die den Phönix Feuer fangen lässt. Was unterdrückt wurde, bricht sich Raum und fordert sein Recht, gesehen zu werden.

In der Midlife-Crisis geht es sehr stark um Verdrängtes oder Verfälschtes. Ich will sicher nicht behaupten, dass die meisten Menschen als ihr eigenes Plagiat durchs Leben gehen aber, mal ehrlich: Wie oft zeigen Sie ein Gesicht, das nicht Ihres ist? Leben Persönlichkeitsmerkmale, die Sie so eigentlich nicht haben? Der Grund ist ein Teufelskreis: die von mir so leidenschaftlich verabscheuten Rollenbilder, und der (anerzogene) Drang, diesen zu genügen, übrigens auch in der Rebellion gegen diese seelischen Daumenschrauben. Wenn Sie sich einmal genau beobachten werden Sie finden, dass Sie sehr oft so reagieren, wie man es Ihnen beigebracht hat, oder wie Sie glauben, dass es der andere erwarten wird. Nun, der Weg hier raus ist ebenso einfach wie kompliziert (nein, ich habe mich nicht verschrieben ;)): Seien Sie Sie selbst!

Ich spüre Sie bis hierher zusammenzucken. „Was? Ich soll ich sein? Aber ich weiß ja nicht, wer ich bin!“ Wie wäre es, wenn Sie sich zunächst einmal anschauen würden, wer Sie NICHT sind? Zugegeben, das kneift hie und da ganz ordentlich, ist aber hilfreich. Und jetzt, lieber (Midlife)-Crisis geschüttelter Mitbürger auf diesem Planeten, haben Sie das Feuerzeug schon in der Hand! Um die Sache mit dem Brennen kommt man nicht herum, wenn man aus seiner Asche wiedergeboren werden will, warum also nicht bewusst, absichtlich und zu den eigenen Bedingungen!?

Die Sache mit der Ehrlichkeit

Jeder wird mir zustimmen, dass bei einer Neugeburt nach der Krise gnadenlose Ehrlichkeit zu sich selbst nötig ist. Doch wie schaut es eigentlich mit Ihren Mitmenschen aus? Haben die auch die Möglichkeit, ehrlich mit Ihnen zu sein? Oder wissen Sie sowieso schon, wie die reagieren werden? Wirklich? Na? Was ist es? Fehlt der Mut? Oder warum geben Sie den Ihnen Nahestehenden nicht die Möglichkeit, SELBST zu reagieren? Sie werden vermutlich überrascht über das Feedback sein. Es wird positive Überraschungen geben, vielleicht sogar solche, die Ihnen wie ein Wunder vorkommen, aber auch negative, die richtig weh tun. Man nennt letztere auch Enttäuschung. Das „Heilelixier“ dazu liegt im Wort: Eine Täuschung wird weggenommen.

Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen aber mir ist die bitterste Wahrheit lieber als die süßeste Lüge. Also frisch voran; Gesicht gezeigt und Herz geöffnet. Und schon beginnt sich Ihr scheinbar festgefahrenes Leben wieder zu bewegen. Ihre scheinbar aussichtslose Situation ändert sich. Welchen Einfluss das hat, ob es zum Beispiel die bestehende Partnerschaft übersteht, ob sie gar neu belebt wird oder ob man sich eingesteht, dass sie tot ist und man Tote begraben sollte, wird sich zeigen. Ob es Ihre Karriere übersteht, aus den gleichen Überlegungen übrigens, wird man sehen. Das Wichtigste ist: Sie werden es überstehen! Und: Sie werden endlich wieder richtig lebendig. Wie der Phönix aus der Asche. Wenn Sie mögen, dann folgt gerne eine Fortsetzung.

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Midlife Crisis oder: Die verfluchte Brille

Mit einer Brille sieht man klar. Ob man will, oder nicht. Bild: i-vista/pixelio.de

Mit einer Brille sieht man klar. Ob man will, oder nicht. Bild: i-vista/pixelio.de

Da der erste Text zum Thema sehr oft gelesen wird, will ich es gerne noch einmal aufgreifen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was eigentlich der „Motor“ der Midlife Crisis ist? Wie sie ausgelöst wird, das wissen wir. Doch was hält sie am laufen, gibt sogar noch Zündstoff? Ich denke, hier ist die Psyche vieler Männer und auch das Rollenbild Mann ein wichtiger Faktor.

Betrachten wir zunächst einmal das Alter. Sie tritt zwischen 45 und 50 Jahren auf. Alles wird plötzlich langsamer, was zunächst trieb, ablenkte und auf später verschoben werden konnte (Mann ist ja schließlich noch jung), versagt. Man könnte meinen, die Seele des Mannes bekommt plötzlich eine Brille. Unsere Seelen, liebe Schwestern, setzen in dem Alter übrigens auch eine Brille auf. Und dann? Guckt Seele also da durch und fragt: Was habe ich eigentlich erreicht? Was habe ich mit meinem Leben angefangen? Und, am wichtigsten, was davon ist von Wert und Bestand? Wir Frauen haben hier einen kleinen (inzwischen oft erwachsenen;)) Vorteil: die Kinder. Sofern wir welche haben, sind sie aus dem Gröbsten raus oder gar schon erwachsen. Ja, das haben wir erreicht! Wir haben dieses Kind, oder diese Kinder geboren, sie umsorgt erzogen, mit einem Wort: groß gezogen. Sie werden ihr eigenes Leben beginnen und all das, was sie von uns gelernt haben in der einen oder anderen Weise weiter tragen.

Und er? Blickt auf Job, Karriere und Hobby. Möglicherweise ist das, was er da zu sehen bekommt, nicht sehr befriedigend. Das was dort eigentlich zu sehen sein sollte, das tolle Einkommen, das coole Auto, ist einfach nicht da. Um jetzt zu tun, was man in den letzten 20 Jahren versäumt hat, ist es zu spät. Es fühlt sich an, als sei das Leben vergeudet. Das tut weh. Und was tut ein Mann, dessen Seele schmerzt? Er brüllt! Tatsächlich ist es so, dass viele traurige oder gar depressive Männer keineswegs weinen. Sie bekämpfen Schmerz mit Zorn und Aggression. Oder mit Ablenkung (etwa in Form der 20jährigen, die er aus der Disko abzuschleppen versucht, oder dem 300 PS Motorad, das plötzlich in der Garage steht).

Im Außen ein Kämpfer, im Innen ein verirrtes Kind

Selbst der mutigste und stärkste Mann wird hilflos, wenn er sich mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen muss. Ja sogar die berühmten „Frauenversteher“ fürchten ihre eigenen inneren Wellen und Gezeiten wie der Teufel das Weihwasser. Vermutlich ist diese extreme und von der Gesellschaft anerzogene Verdrängung auch der Grund, warum ungleich viel mehr Männer Selbstmord begehen oder irgendwann einmal eine klinische Depression (natürlich von allen verborgen) durchleben, als Frauen. Wenn man(n) etwas fürchtet, bekämpft er es. Doch wie kann man den „Feind“ innen bekämpfen? Man schreit ihn nieder. Ganz einfach. Mit einem permanenten Stimulations-Overkill um das Innen buchstäblich zu übertönen, oder indem man den Kampf nach außen verlagert. Dann rechtet man mit Familie und Freunden herum und beweist sich so, dass man(n) es immer noch jedem ordentlich zeigen kann!

Hier greift in fataler Weise das Rollenbild „Mann“. Wie ist er denn so in unserer Gesellschaft, der Mann? Er sieht gut aus, ist erfolgreich, selbstbewusst, jederzeit Herr der Lage, der „Leader of the pack“ in jeder Situation. Aha. Und wers glaubt, darf kostenlos zum Saturn fliegen und auf den Ringen Karussel fahren. Mal ehrlich, nüchterner Analyse kann dieses Rollenbild doch gar nicht Stand halten. Trotzdem wird es uns als derart erstrebenswert verkauft, dass es zumindest nach außen hin auf Biegen oder Brechen stimmen muss. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Man könnte also sagen, die Midlife Crisis wird massiv „befeuert“ durch die Tatsache, dass in den Katakomben der Seele des Mannes einfach kein Platz mehr ist, um noch mehr zu verdrängen. Tatsächlich sind sie so voll gestopft, dass jener Tag kommt, da er die Tür öffnet um noch ein Trümmerteil hinein zu werfen…und alles kommt ihm entgegen geflogen.

Und dann, liebe Schwestern, bricht mit einem Schlag alles über unsere Männer herein. Alles, jede kleine Träne, die er sich je verkniffen hat, fliegt ihm auf den Kopf, oder eher das Herz. Dass er darunter zusammenbricht, nicht mehr er selbst ist, ist durchaus verständlich, nicht wahr? Auch die Erkenntnis, dass der tolle Hecht, der er doch die ganze Zeit war, eben nicht er selbst war, dass das ganze Kellersammelsurium ja nun auch zu ihm gehört, macht es nicht besser. Sein Selbstbild zerbricht und nun muss er ein neues bauen. Er hat nun zwei Möglichkeiten: Ab ans Zeichenbrett und irgendwas Cooles designen, oder aber die Trümmer katalogisieren und mal schauen, was man daraus machen kann. Am Ende finden sich da Dinge, die wichtig und gut sind, zumindest nachdem man sie ordentlich abgestaubt und die Schrauben wieder angezogen hat? Was er tut, ist seine Wahl ganz allein.

Sibirien im Winter zu Fuß zu durchqueren…

….ist vermutlich leichter, als sich mit dem eigenen Innersten gnadenlos auseinanderzusetzen. Beides braucht Fitness, Übung und Kenntnisse. Frauen sollen, müssen sogar, diese Kenntnisse haben. Auch die Fitness und die Übung. Schließlich sieht unser Rollenbild unter anderem vor, dass wir fleischgewordenes Verständnis, inkarnierte Vergebung zu sein haben. So unfair uns das auch oft genug vorkommt, wenn die Zeit der Bilanz kommt, haben wir hier einen entscheidenden Vorteil. Wir sind es gewohnt, emotional zu sein. Sind es gewohnt, Dinge zu verarbeiten und auch aus den Trümmern einer Situation immer noch irgendwas Sinnvolles zu machen. Der Mann hingegen sieht sich ganz anderen Anforderungen gegenüber, die ihm für seine „Trekkingtour durch die Seele“ sogar hinderlich sind. Würde ein Mann sich zum Beispiel absichtlich und hingebungsvoll verirren? Hilflos sein? Es mit den Beattles halten und „let it be“ sagen? Niemals! Weil Männer sind doch Männer! Die kennen immer den Weg, wissen immer Rat, packen immer an.

Um aber an „des Pudels Kern“ zu kommen, muss man all diese Dinge tun. Man muss ein Gefühl zulassen, ohne sich zu wehren. Und wenn man sich ausgeweint, ausgeschrien oder auch ausgeschwiegen hat, dann lässt man die Gedanken treiben. Ohne dem ganzen eine Richtung zu geben. Einfach mutig mit in den Dschungel aus Verknüpfungen, Hoffnung, Wünschen, Träumen und Ängsten gehen. Nur so kann die Frage beantwortet werden, woher eigentlich ein Gefühl, eine Befindlichkeit oder auch eine Reaktion kommt. Wohlverstanden, dass ist nichts weiter als eine Methode, die für mich persönlich sehr gut funktioniert und kein therapeutischer Rat. Letzteren darf man(n) übrigens ruhig suchen, wenn es alleine zu schwer ist. Oder auch unsere Hilfe. Wir können Eure Fragen nicht beantworten, liebe Männer. Aber wir können Euch, ganz heimlich und verschwiegen natürlich, festhalten. Oder Euch zuhören, mit Euch zusammen und ohne zu werten oder gar zu urteilen. Oder wir können Euch in Ruhe lassen. Nicht indem wir Euch ignorieren, sondern indem wir Euch wissen lassen, dass Ihr bei uns einen sicheren Raum habt, in dem Ihr schweigen könnt, oder still betrachten, oder auch nach innen weinen. Und wisst Ihr was? Solltet Ihr dann Euren müden Kopf an unsere Schulter legen, ist das schlimmste was passieren kann, dass wir Euch umarmen.

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Midlife Crisis: Wenn der Partner unerträglich wird

Das halbe Leben ist vorbei...Quo vadis (wohin gehst du), lieber Mann? Bild: Matthias Bozek/pixelio.de

Das halbe Leben ist vorbei…Quo vadis (wohin gehst du), lieber Mann? Bild: Matthias Bozek/pixelio.de

Ihr Mann ist zwischen 45 und 50? Aus dem früher mal tollen Typen ist ein unerträglicher Nörgler, ein launenhafter, sich in Selbstimitleid suhlender, kaum zu ertragender Zeitgenosse geworden? Ganz klar, er steckt in den Wechseljahren! Ja, liebe Schwestern, auch Männer machen das mit. Die Testosteronproduktion sinkt, in ihren Köpfen sind sie immer noch die tollen Hengste, die Wahrheit sieht leider anders aus. Der wissenschaftliche Beweis für die Wechseljahre des Mannes wurde bisher nicht erbracht (klar, die meisten Wissenschaftler in den fraglichen Disziplinen sind Männer im fraglichen Alter! ;)), doch so manche hart geprüfte Ehefrau kann ein Liedchen von dieser Krise in der Lebensmitte singen.

Woran erkennt man, „seinen“ Übergang ins Alter?

Die Symptome für diese, übrigens völlig natürliche Entwicklung sind vielfältig. Hier soll nur eine Auswahl gelistet werden, die natürlich der Ergänzung bedarf:

– er fühlt sich plötzlich sinn- und wertlos

– sein Leben ist plötzlich „langweilig“

– er fängt an, nun sagen wir, merkwürdige sexuelle Interessen zu entwickeln

– er versagt immer wieder im Bett oder meidet den Beischlaf

– er ist derart unausgeglichen, dass man an manische Depressionen denkt (manchmal fast schon kindisch, dann wieder aggressiv, dann weinerlich, alles gerne auch im minütlichen Wechsel)

– diverse „Zipperlein“ treten auf

– nachlassende Wahrnehmung und Gedächtnisleistung (das hat nichts mit Demenz zu tun, sondern weil der Herr „seht-nur-meine-Tragödie“ sich die Dinge passend zurecht legt)

– plötzlich auftretende neue Eitelkeit

– geradezu verzweifeltes Flirten mit jungen Frauen und auch die „Überzeugung“, dass die „Hühner“ auf ihn fliegen

– usw. usw. usw.

– plötzlich auftretende Aggression bis hin zu Gewaltfantasien („Man sollte nur noch bewaffnet aus dem Haus gehen“, alle möglichen Leute, die es etwa wagen zur gleichen Zeit wie „Herr Midlife Crisis“ unterwegs sind, sind sowieso bescheuert und gehören erschossen….)

Es gibt noch viele andere Symptome, sie sind jedoch immer gezeichnet von Extremen und kommen sehr plötzlich.

Was macht frau, und wie lange dauert der Irrsinn?

Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass sich die Midlife Crisis etwa 10 Jahre hinzieht. In etwa so lange, wie die Wechseljahre bei uns. In dieser Zeit wird er zur wandelnden Plage, von ein paar guten Tagen mal ganz abgesehen. Was wir tun können, Mädels? Die rabiate Lösung lautet: Man geht einfach. Doch ist das richtig? Ich sage: Nein! Da war doch die Geschichte mit den „guten und den schweren Tagen“, richtig? Hier können wir zeigen, ob wir Charakter haben und unseren Eid halten, oder nicht. Um es vorweg zu nehmen: Man kann ihm in der Regel nicht helfen. Viele Männer „sterben“ schon fast an einer Erkältung und sind entsprechend hilflos mit diesem Umbruch ihrer Körper und ihrer Seelen. Sie wollen aber auch keine Hilfe, denn insgeheim genießen sie ihr Dasein als „tragische Figur“.

In extremen Fällen hilft sicherlich nur der heilsame Schnitt. Doch kann ich nur an Euch, liebe Schwestern, appellieren, Euch das genau zu überlegen. Auch wenn Euch diese Zeit alles an Kraft, an Geduld, an Verständnis und noch viel mehr abfordert, es geht vorbei. Und er braucht diese Phase, um sich zu entwickeln und zu reifen. Viele Männer werden erst nach dieser Zeit zu richtigen Männern, denn vorher waren sie nur „große Jungs“. Man könnte es fast wie eine zweite Pubertät sehen.

Ob es sich bei Eurem „Krisen-Mann“ lohnen wird durchzuhalten? Ich weiß es nicht. Man weiß es erst hinterher. Aber eine Chance hat er verdient, oder? Schließlich hattet Ihr mal einen Grund „ja“ zu ihm sagen. Seid Euch aber bitte, bitte selbst wert genug, ihm nicht unendlich viele Chancen zu geben. Es ist unser „Job“ , bis an die Grenzen der Selbstaufopferung für unsere Familien da zu sein. Wie gesagt, bis an die Grenzen. Nicht darüber hinaus. Und manchmal, sind Männer wie guter Rotwein: Je älter, je besser. 😉 Fortsetzung folgt…

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